Eigentlich war ursprünglich geplant, 2025 in Richtung Griechenland zu segeln. Wie es so ist im Leben, kommt es oft anders, als man denkt. Aber jetzt der Reihe nach: Im Mai habe ich die Leinen in Estepona losgeworfen mit dem Ziel Griechenland. Immerhin habe ich 2025 viel erlebt und reichlich Besuch auf der Imperia empfangen können. 1.600 Seemeilen (2.960 km) sind die Bilanz meiner Reise in diesem Jahr. Auf einer meiner letzten Etappen von Antibes nach Cambrils begleitete mich mein Freund Thomas, der schon öfter mit mir gesegelt ist.




Wir mussten nochmals den Golf von Lion durchqueren und hatten Glück, denn das Wetter war uns gnädig. Wir segelten die Küste entlang, vorbei an so wohlklingenden Namen wie Hyères, La Seyne-sur-Mer, Marseille, Naturpark Camargue, Sète, Roses, Palafrugell, Blanes und Barcelona.




Wir hatten viel Spaß und auch das ein oder andere Erlebnis. Thomas war schmerzfrei und traute sich trotz massivem Quallenalarm ins Wasser. Er liebt das Abenteuer, und so kennt man ihn auch.




Wir arbeiteten perfekt als Team, und dennoch geschah etwas, das mir noch nie passiert ist (die Muringleine hat sich in der Schraube beim Anlegen verfangen). Das Manöver hat trotz leichter Aufregung geklappt, und Thomas musste einen unfreiwilligen Tauchgang einlegen, um uns aus der misslichen Situation zu befreien.


Nach 12 Tagen trat Thomas die Heimreise an, und ich hatte genügend Zeit, um das Schiff auf meinen nächsten Besuch vorzubereiten. Das Schiff musste aus dem Wasser und bekam einen neuen Unterwasseranstrich. In dieser Zeit bin ich für einen Kurzbesuch nach Deutschland geflogen, denn die Arbeiten dauerten in der Werft ca. zehn Tage.


Zurück auf dem Schiff wurde es noch am selben Tag ins Wasser gelassen, denn Heidi und Michael, meine Freunde aus Staufen, kamen mich besuchen.

Beide kennen die Imperia, da sie das Jahr zuvor auf Mallorca für eine Woche zu Besuch waren. Nach ihrer Ankunft genossen wir gemeinsam ein tolles Abendessen und ließen den Abend bei einem Glas Wein ausklingen. Am nächsten Morgen, nach dem Frühstück, ging es Richtung Punta del Fangar, wo wir über Nacht ankerten. Wir waren alleine in der Bucht, und es herrschte eine unheimliche Stille. Unweit unseres Schiffes war die Muschelfarm Mirador Badia, der wir einen Besuch abstatteten. Austern und Miesmuscheln im Überfluss bei einem guten Glas Wein, so ließen wir den Tag ausklingen.







Am nächsten Morgen sind wir bei Welle gegenan Richtung La Rapita gesegelt. Wir passierten den Parc Natural del Delta de l’Ebre und schipperten so bei bestem Wetter unserem Ziel entgegen. Ich hatte im Vorfeld schon meinen Winterliegeplatz in der Marina Sant Carles gebucht. Nach dem Anlegen erkundeten wir die Marina und verbrachten den ganzen nächsten Tag am Pool. Abends suchte Michael das Restaurant Taberna Dalmau aus, wo wir zu unserer Überraschung hervorragend gespeist haben. Der Chef erkundigte sich persönlich, ob alles in Ordnung war.

Tags darauf reisten Heidi und Michael wieder ab, denn sie wollten noch zwei Tage in Barcelona verbringen.
